FAQ

Aléna

Aléna leidet an Endometriose, seit sie ihre erste Periode bekam. Ihr Weg zur Diagnose war holprig, nur wenige Spezialist*innen kennen sich mit der Erkrankung gut genug aus, um sie frühzeitig zu erkennen und Therapieformen anzubieten.

Die Krankheit schränkt sie oft in ihrem Alltag als Tänzerin ein. Besonders schlimm trifft es sie, wenn man sie und ihre Erkrankung nicht ernst nimmt – vor allem in der medizinischen Praxis.

Mia

Mias Ärzt*innen vermuteten eine Angststörung und entgegneten den Beschreibungen
ihrer Symptome mit Unglauben: „Das ist gar nicht möglich.”

Nach monatelanger Überzeugungsarbeit unter Symptomen wie Kurzatmigkeit, erhöhter Temperatur, Durchfall, extreme Erschöpfung, starkem Herzrasen, Schwindel und Brainfog, wurde bei Mia endlich ein Lungen-CT durchgeführt. Dort stellte sich heraus, dass nicht nur Mias Lunge betroffen war, sondern sie auch eine abgelaufene Perimyokarditis hatte.

Mia kämpfte darum, an die Charité in Berlin überwiesen zu werden. Das klappte nur, weil sie ihre Ärztin frei heraus fragte, ob sie die Verantwortung übernehmen wolle, wenn sich ihr Zustand weiter verschlechtere. In der Charité wurde Mia dann nach einer Weile mit
Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue Syndrom (ME/CFS) diagnostiziert.

Sophia

Lange Zeit wurden Sophias Symptome als wiederkehrende Depression beschrieben. Über die Jahre wurde Sophia in verschiedene Verdachtsdiagnosen gesteckt, auch wenn die Beschwerden eigentlich gar nicht zu den Diagnosekriterien passte. Außerdem sei Sophia theatralisch, zu emotional und übertreibe nur.

Ein Arzt wollte Sophia sogar eine sogenannte „histrionische Persönlichkeitsstörung“ auferlegen (die mehr oder weniger eine moderne Weiterentwicklung der alten „Hysterie“ ist). Persönlichkeitsstörungen kann und sollte man jedoch erst im Alter von mindestens 17 Jahren diagnostizieren. Nämlich dann, wenn sich die Persönlichkeit eines Menschen etwas gefestigt hat.

ADHS schließlich als Auslöser für die Depressionen in Erwägung zu ziehen, war keine Leistung von Ärzt*innen, sondern Sophias eigene Überlegung. Mit Hilfe von den richtigen Psychotherapeut:innen ist Sophia dieser Idee dann weiter auf den Grund gegangen und konnte sich nun, nach mittlerweile 26 Jahren mit für sie lange unerklärlichen Symptomen, endlich auf den richtigen diagnostischen Weg begeben.

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